Balintgruppe für Supervisoren, Coaches, Ärzte, Psychotherapeuten in Institutionen

Der Schwerpunkt psychoanalytischer Theoriebildung liegt traditionell beim Individuum und im klinischen Bereich. In jüngerer Zeit mehren sich Versuche, die Kenntnisse über das Unbewußte und die Dynamik der Übertragung auch in der Beratung von Führungskräften (Coaching), in der (Team)Supervision und Organisationsberatung anzuwenden.

Ein zentrales Modell, um die eigene Beraterprofessionalität weiter zu entwickeln, bietet die Balintgruppe.

Die Mitglieder finden in diesen Gruppen eine optimale Lernsituation, um schwierige Situationen zu klären. Es geht darum, einen authentischen Mittelweg zwischen beruflicher Rolle, Rollenanforderungen und persönlichen Vorstellungen zu finden. Und in emotional belastenden Situationen neue Wege zu entdecken, „schwierigen" Klienten, Patienten, Institutionsdynamiken und beruflichen Situationen angemessen zu begegnen.

Während sich Balintgruppen im klinischen Bereich auf die unbewußte Dynamik der Arzt-Patient-Beziehung konzentrieren, geht es in der Balintgruppe für professionelle Berater, ärztliche und psychotherapeutische MitarbeiterInnen in Institutionen darum, auch die strukturierende Macht, die oft unbewußten Spielregeln von Unternehmen und Institutionen und die institutionellen Wirkfaktoren auf Professionals und ihre ‚Klienten' genauer kennenzulernen. Institutionen, Organisationen und Unternehmen geben zwar meist vor, nach rationalen Verfassungen zu arbeiten, doch zeigt genauere Betrachtung rasch, wie viel heimliche Spielregeln, „Lehrpläne" und Sanktionen in ihnen wirken.

Während der klassisch arbeitende Analytiker institutionelle Einflüsse aus seinem Operationsfeld weitgehend ausgrenzen kann, gelingt das dem professionellen Berater, institutionell tätigen Ärzten und Psychotherapeuten nur auf Kosten ihrer Wirksamkeit.

Es ist geplant, in der angebotenen Balintgruppe fallweise die Einführung in die psychoanalytische Methodik und Haltung zu ergänzen, so dass auch Personen ohne klinische Kenntnisse lernen können, die Werkzeuge der psychoanalytischen Arbeit für ihre Praxis zu nutzen.


 

Leitung:  Mechtild Grohs-Schulz, Balintgruppenleiterin, Gruppenanalytikerin, Gruppenpsychotherapeutin, Lehrsupervisorin, Organisationsberaterin (AGBaB, AGG, DAGG, DGSv, Trias)

 

Turnus: monatlich; donnerstags - konstante TeilnehmerInnenzusammensetzung jeweils für den Zyklus von einem Jahr

Plätze: 3 freie Plätze ab Oktober 2015 (15. 10./ 19.11./ 10.12.1015)

Zeit:  17:00 - 20:15 Uhr (4 Doppelstunden incl. Pause)

Ort: Grindelallee 43, 20146 Hamburg; in den Räumen des Instituts Kooperation Plus

Kosten: Person/Platz pro Termin EUR 70,-

 

Mechthild Grohs-Schulz

Kanalstr. 4b 22085 Hamburg 040 - 683043
Winthirstr. 33 89639 München 089 - 164922
mobil 0160 - 2818246
mechtild.grohs-schulz@t-online.de

 

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